
Ich habe mir 2019 einen lang gehegten Traum erfüllt und in Marl bei Vet Physiocation meine Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin für Hunde und Pferde absolviert. Schon als Jugendliche war das mein Traum, die Vernunft hat mich aber erstmal zum Studium im Ingenieurwesen in Bochum und Hamburg geleitet. Nachdem ich in meinem Beruf aber nicht so wirklich ankam, habe ich mir dann ein Herz gefasst und habe die Ausbildung in der Tierphysiotherapie gemacht.
Mit Tieren zu arbeiten, macht mir jedes Mal große Freude und ich bin deshalb sehr froh, dass ich damals den Schritt gewagt habe.
Die Spezialisierung auf unsichere, ängstliche und sensible Hunde habe ich direkt nach Abschluss meiner Ausbildung gewählt. Ich habe darüber sogar meine Abschlussarbeit geschrieben. Der Grund für die Wahl ist meine Hündin Annie, die ursprünglich über den Tierschutz aus Portugal zu mir kam und wie so viele Tierschutzhunde wohl echt blöde Sachen erlebt hat. Außerdem ist sie als kleine Podenga mit ordentlichem Selbstbewusstsein ausgestattet, sodass sie eher nach vorne geht, als dass sie sich zurückzuzieht. Trotzdem ist sie insgesamt ein unsicherer Hund, geprägt durch ihre Erfahrungen, und hat mir schon während der Ausbildung gezeigt, dass ich mit Zwang und Druck bei ihr überhaupt nichts erreichen kann.
Wie ihr geht es vielen Hunden und sie hat als Anwältin für unsichere, sensible und ängstliche Hunde quasi dafür gesorgt, dass ich auf besonders achtsame und einfühlsame Weise mit allen Hunden umgehe.
Zu Anfang nannte ich meine mobile Tierphysiotherapie-Praxis „Animalia Mobilia“, ein Name, den ich damals (bis heute) schön fand, weil er so einen tollen Klang hat. Mir wurde aber bewusst, dass ich im Namen meiner Praxis schon einen Hinweis darauf geben möchte, wie ich arbeite und änderte ihn deshalb 2025 in Sanftmut.
Wer mich noch aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchte, dem kann ich meinen Podcast „Die Sprache der Tiere“ ans Herz legen, bei es um alles rund um die tierische Kommunikation geht. Darüber kam ich auch zum ersten Mal mit den Prinzipien von „Trainieren statt dominieren“, „Sprich Hund“ und dem Medical Training in Kontakt und habe mich seitdem intensiv mit dieser Art der Kommunikation und des Trainings beschäftigt.
Ich wohne mit meinem Mann und meiner Hündin in Bochum-Hamme und bin überwiegend auf dem Fahrrad unterwegs. Entweder alltäglich mit dem E-Bike, für Transporte auch mal mit dem Lastenrad und in der Freizeit auf meinem geliebten Rennrad. Auch zu meinen Kund:innen reise ich am liebsten auf dem Zweirad an, da trotze ich auch allen Wettern.
